Reform des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG)

Der Bundesrat hat 2025 entschieden, das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) umfassend zu überarbeiten, um es den gewandelten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen. Im Zentrum stehen die Zulassung der Eizellenspende sowie die Öffnung von Ei- und Samenzellenspende auch für unverheiratete Paare. Die anstehende Totalrevision des FMedG, wirft eine Reihe von Grundsatz- und Regulierungsfragen auf, die bisher nicht geklärt sind. Das ZLSR begleitet die dynamische Entwicklung des Fortpflanzungsmedizinrechts seit mehreren Jahren in Form internationaler und interdisziplinärer Workshops. Das aktuelle Forschungsprojekt nimmt den laufenden Gesetzgebungsprozess zur Reform des FMedG zum Anlass, die rechtspolitischen Reformvorschläge aus einer rechts- und sozialwissenschaftlichen Perspektive zu diskutieren. Die Ergebnisse sollen in Form eines Sammelbandes publiziert und somit in die politische Debatte eingebracht werden. Mit der Bereitschaft zur innovativen Anpassung des Fortpflanzungsmedizinrechts an neue technologische und gesellschaftliche Bedingungen, nehmen der Gesetzgeber und die Rechtswissenschaft ihre Verantwortlichkeit zur kritischen Begleitung bzw. Gestaltung der rechtlichen Verhältnisse wahr.

Link zur Projektbeschreibung.

Veranstaltungen:

Workshop on the Revision of the Reproductive Medicine Act,
Key Points of a New Regulation, Basel, 20. und 21. Februar 2025

Webinar: Fortpflanzungsmedizin für alle? Basel, 27. und 28. Januar 2022

Öffentlicher Abendvortrag: Kinderwunsch ohne Grenzen? Basel, 26. Januar 2022

Publikationen:

Fateh-Moghadam, B. (2024) «Kontingenz und Unverfügbarkeit - Zur Funktion des Fortpflanzungsmedizinverfassungsrechts», in I. Baur u.a. (Hrsg.) Entwicklungen im Medizinrecht - Vom klassischen Arztrecht zu One Health. Bern: Stämpfli Verlag (Festschrift für Brigitte Tag), S. 171–184

Fateh-Moghadam, B. (2023) «Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG)», in T. Poledna, V. Rumetsch (Hrsg.) Gesundheitsrecht. Band VIII/1. Basel: Helbing Lichtenhahn, S. 935–996.

Siegel V., Schurr C., Perler L., Bigler C. und Büchler T., Transnationale reproduktive Mobilität - empirische Befunde zu einer umstrittenen Praxis, H2R Workingpaper 3/2022

Pärli K. und Mahrer D. (2022), Sozialversicherungsrechtliche Aspekte, Möglichkeiten und Grenzen der Sozialversicherung, H2R Workingpaper 4/2022

Alex K. und Rehmann-Stutter C. (2022), Gibt es einen therapeutischen Imperativ zum Genome Editing in der menschlichen Keimbahn?, H2R Workingpaper 5/2022

Christen-Zihlmann V., Fildir T. und Yacoubian C. (2022), Tagungsbericht zum Workshop “Fortpflanzungsmedizin für alle”, Link zur online Publikation

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