Im Rahmen des Forschungsprojektes «JUKI» (Justiz und KI), das e-PIAF gemeinsam mit dem Center for Legal Data Science durchführt, wurde eine auf den schweizerischen Kontext zugeschnittene, für verschiedene Rechtsgebiete und weitere Disziplinen anschlussfähige Typologisierung von KI-Systemen in der Justiz entwickelt.
Abstract des bei sui generis publizierten und open access zugänglichen Aufsatz (pdf/html):
«Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug auch in die Justiz. Dabei ist ein breites Spektrum an Anwendungen möglich. Für die Schweiz stellt sich vor diesem Hintergrund insbesondere die Frage, in welchen Erscheinungsformen solche Systeme künftig denkbar sind, welche Funktionen sie in justiziellen Abläufen übernehmen könnten und welche Herausforderungen damit verbunden wären.
Eine begrifflich und systematisch belastbare Typologisierung ist für die Beurteilung dieser Fragen ein zentraler Zwischenschritt: Erst wenn hinreichend klar ist, welche Arten von KI-Systemen im Justizkontext überhaupt gemeint sind, lassen sich die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen und insbesondere die rechtliche Erfassung präzise diskutieren.
Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist es entsprechend, eine auf den schweizerischen Kontext zugeschnittene, für verschiedene Rechtsgebiete und weitere Disziplinen anschlussfähige Typologisierung von KI-Systemen in der Justiz zu entwickeln. Sie soll Forschung und Praxis als deskriptive, strukturierende Kartierung dienen.»