Universität Basel
Juristische Fakultät

333 Tage neues Erwachsenenschutzrecht – Erste Eindrücke und Ausblicke

Donnerstag, 28. November 2013, 08.45-17.15 Uhr
Juristische Fakultät, Universität Basel, Peter Merian-Weg 6, Basel, Pro Iure Auditorium

Am 1. Januar 2013 ist das neue Erwachsenenschutzrecht in Kraft getreten. Das neue Recht führt verschiedene neue Institute ein und stellt an die Kantone, die Amtsträger, aber auch an Spitäler und Heime neue Anforderungen. Die Tagung, welche 333 Tage nach Inkrafttreten stattfindet, will der Frage auf den Grund gehen, welche ersten Eindrücke sich bei der Anwendung und Umsetzung der Normen ergeben haben, und einen Blick in die Zukunft werfen. Sie legt mit ihrem Programm den Fokus auf Themen, die in anderen Veranstaltungen eher etwas zu kurz kommen. In den beiden ersten Referaten wird einerseits eine Übersicht über die neuen Anforderungen an die Ärzteschaft verschafft. Andererseits werden die nun gesetzlich statuierten Rahmenbedingungen für Alters- und Pflegeheime nachgezeichnet. Das Referat vor der Mittagspause widmet sich der Behördenorganisation, indem über die ersten Erfahrungen der Familiengerichtslösung des Kantons Aargau berichtet wird. Das Nachmittagsprogramm stellt die neuen Institute und Massnahmen des Erwachsenenschutzrechts in den Mittelpunkt. Zuerst wird der Vorsorgeauftrag und insbesondere sein Verhältnis zur gewöhnlichen Vollmacht einer Würdigung unterzogen. Anschliessend erfahren wir, wie sich die neue Patientenverfügung und die Kaskadenregelung von Art. 378 ZGB zur gesetzlichen Vertretung bei medizinischen Massnahmen im Spitalalltag auswirken. Das Referat nach der Pause erläutert insbesondere aus Anwaltssicht, welche Rechte den Betroffenen in behördlichen und gerichtlichen Verfahren zustehen. Schliesslich soll im letzten Referat darüber berichtet werden, welche Ziele des Erwachsenenschutzrechts erreicht werden konnten bzw. wo sich praktische Umsetzungsprobleme zeigen. Im Anschluss an die Referate besteht jeweils die Möglichkeit zur Fragestellung und Diskussion.

Die Veranstaltung richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker aus Justiz, Verwaltung und Advokatur, bietet aber auch Studierenden einen interessanten Einblick in die konkreten Problemfelder, die sich erst in der Praxis ergeben.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mir der Advokatenkammer Basel durchgeführt.

Programm der Tagung vom 28. November 2013

08.45-09.00 Begrüssung und Einleitung

Prof. Dr. iur. Roland Fankhauser

09.00-09.35 Neue und alte Pflichten der Alters- und Pflegeheime

Prof. FH Peter Mösch Payot

09.35-09.45Diskussion
09.45-10.20

Die neuen Anforderungen des Erwachsenenschutzrechts an die Ärzteschaft

Prof. FH Daniel Rosch

10.20-10.30Diskussion
Pause
11.00-11.35

Die Familiengerichtslösung des Kantons Aargau

lic. iur. Andrea Staubli

11.35-11.45Diskussion
Mittagessen / Stehlunch
13.30-14.05

Vollmacht und Vorsorgeauftrag

Prof. Dr. iur. Christiana Fountoulakis

14.05-14.15Diskussion
14.15-14.50

Die Patientenverfügung und die gesetzliche Vertretung im Spitalalltag

Dr. iur. Jürg Müller

14.50-15.00Diskussion
Pause
15.30-16.05

Der Rechtsschutz im Erwachsenenschutzrecht

RA Jürg Gassmann

16.05-16.15Diskussion
16.15-16.50

Ausgewählte Probleme bei der praktischen Umsetzung des Erwachsenenschutzrechts

Dr. iur. Patrick Fassbind

16.50-17.00Diskussion
17.00-17.15

Zusammenfassung / Verabschiedung

Prof. Dr. iur. Roland Fankhauser

Tagungsleitung / Referierende

Prof. Dr. iur. Roland Fankhauser, LL.M., Advokat (Tagungsleitung)

Extraordinarius für Privatrecht an der Universität Basel und Advokat bei Liatowitsch & Partner, Basel

Dr. iur. Patrick Fassbind, MPA, Advokat

Präsident der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Bern

Prof. Dr. iur. Christiana Fountoulakis

Ordinaria für Privatrecht an der Universität Fribourg

lic. iur. Jürg Gassmann, Rechtsanwalt

Rechtsanwalt in Winterthur

Prof. FH Peter Mösch Payot, lic. iur., LL.M

Professor für Sozialrecht an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit

Dr. iur. Jürg Müller, Advokat

Leiter Rechtsdienst Universitätsspital Basel

Prof. FH Daniel Rosch, lic. iur., dipl. Sozialarbeiter FH, MAS

Professor für Sozialrecht an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit

Andrea Staubli, lic. iur., Mediatorin

Familiengerichtspräsidentin Bezirksgericht Baden

Anmeldung, Teilnahmebedingungen und Hinweise

  • per Fax: 061 267 05 16

Der Tagungsbeitrag beläuft sich auf CHF 580.—. Für Studierende sowie Volontäre und Volontärinnen bei Basler Behörden, Gerichten und in Anwaltsbüros wird ein Beitrag von CHF 120.— erhoben. Die Teilnahme nur an einem halben Tag ist möglich (Kosten: CHF 290.—). In diesem Betrag sind Tagungsunterlagen, Pausenverpflegung und Mittagessen inbegriffen. Einzahlung bitte mit der Anmeldung auf folgendes Konto:

Basler Kantonalbank, 4002 Basel, zugunsten von: CH29 0077 0016 0550 4709 1, BIC BKBBCHBBXXX, Universität Basel, Ressort Finanzen, Postfach 732, 4003 Basel; Zahlungszweck DRW2104, Erwachsenenschutzrecht 28.11.13.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bei Abmeldungen, die später als 31. 
Oktober 2013 erfolgen, werden CHF 200.— in Rechnung gestellt, bei Abmeldungen nach dem 14. November 2013 wird der volle Betrag in Rechnung gestellt. Ersatzteilnehmende sind willkommen. Dies muss der Tagungsleitung mitgeteilt werden. Über die Teilnahme an der Tagung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen unter der Tel.-Nr. 061-267 25 19 gerne zur Verfügung.

Letzte Änderung: 11.11.2013

Kontakt

Universität Basel
Juristische Fakultät
Koordinationsstelle Recht aktuell
Peter Merian-Weg 8
Postfach
CH-4002 Basel

Tel: +41 61 207 25 19
Fax: +41 61 207 25 08

recht-aktuell-ius at unibas.ch