Universität Basel
Juristische Fakultät

Strafprozessordnung - Erste Erfahrungen mit der schweizerischen Strafprozessordnung und aktuelle Brennpunkte

Freitag, 10. Februar 2012, 08.45 -17.15 Uhr
Juristische Fakultät, Universität Basel, Peter Merian-Weg 8, Basel, Auditorium WWZ und Seminarräume

Im November 2009 hat sich „Recht aktuell“ mit der kommenden eidgenössischen Strafprozessordnung befasst. Bis zur neuen Tagung am 10. Februar 2012 wird gut ein Jahr seit deren Inkrafttreten vergangen sein und es wird darum gehen, sich damit zu befassen, wie diese eidgenössische StPO nun angewendet wird. Im Vordergrund sollen einmal die neuen Rechtsmittel Beschwerde und Berufung stehen, die für die Praktikerin, den Praktiker von erheblicher Bedeutung sind (Formalien, inhaltliche Entscheide zur eidgenössischen StPO, Verfahrensablauf). Ein weiteres, für die Praxis teilweise neues Feld, ist das abgekürzte Verfahren und die Verteidigung der ersten Stunde. Mit diesen Themen befasst sich der Nachmittag im Rahmen von Arbeitsgruppen, die von ausgewiesenen Spezialisten aus diesen Gebieten geleitet werden und Raum für Wissensund Gedankenaustausch geben sollen; insbesondere sollen die Teilnehmenden auch konkrete Tipps für das erfolgreiche Vorgehen in diesen beiden Bereichen mitbekommen. Schliesslich befasst sich der Block vor dem Mittagessen mit Fragen rund um die Anklage, die sehr kontrovers diskutiert werden (Immutabilitätsprinzip und seine Durchbrechung durch Verbesserung und Ergänzung der Anklage; Zulässigkeit und Angebrachtheit von Alternativ- und Eventualanklagen). Die Veranstaltung richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker aus Justiz, Verwaltung und Advokatur, bietet aber auch Studierenden einen interessanten Einblick in die konkreten Problemfelder, die sich erst in der Praxis ergeben.

Programm der Tagung vom 10. Februar 2012

08.45-09.00Begrüssung und Einleitung

Prof. Dr. iur. Sabine Gless

09.00-09.30 Die Beschwerde im Vorverfahren
Dr. iur. René Ernst
09.30-09.45Diskussion
Leitung Prof. Dr. iur. Niklaus Ruckstuhl
09.45-10.15Die Berufung und Beschwerde im Hauptverfahren
Dr. iur. Marie-Louise Stamm
10.15-10.30

Diskussion
Leitung Prof. Dr. iur. Mark Pieth

Pause
11.00-11.30Akkusationsprinzip: Änderung und Ergänzung der Anklage
Prof. Dr. iur. Niklaus Ruckstuhl
11.30-12.00

Akkusationsprinzip: Eventual- und Alternativklage
lic. iur. Alberto Fabbri

12.00-12:15Diskussion zum Akkusationsprinzip (beide Referate)
Leitung Prof. Dr. iur. Peter Albrecht
Mittagessen
14.00-15.15

Arbeitsgruppe 1: Das abgekürzte Verfahren
lic. iur. Christian Triet

Arbeitsgruppe 2: Anwalt der ersten Stunde und amtliche Verteidigung - Fluch oder Segen?

lic. iur. Alain Joset/Dr. iur. Beat Voser

Pause
15.45-17.00Arbeitsgruppen 1 und 2
17.00-17.15Verabschiedung

Referierende

Prof. Dr. iur. Peter Albrecht

Extraordinarius für Strafrecht und Strafverfahrensrecht an der Universität Basel 

Dr. iur. René Ernst

Präsident am Strafgericht Basel-Stadt, zeitweilig a.o. Gerichtspräsident am Appellationsgericht Basel-Stadt 

lic. iur. Alberto Fabbri

Erster Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt

Prof. Dr. iur. Sabine Gless

Ordinaria für Strafrecht und Strafprozessrecht und Dekanin an der Universität Basel

lic. iur. Alain Joset

Advokat, Advokatur und Notariat Mattle Neidhart Vollenweider Brutschin Zogg Joset, Basel und Liestal

Prof. Dr. iur. Mark Pieth

Ordinarius für Strafrecht an der Universität Basel

Prof. Dr. iur. Niklaus Ruckstuhl

Advokat und solothurn. Notar, Titularprofessor für Strafprozessrecht an der Universität Basel, Advokat in Allschwil

Dr. iur. Marie-Louise Stamm

Präsidentin am Appellationsgericht Basel-Stadt

lic. iur. Christian Triet

Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt

Dr. iur. Beat Voser

Leitender Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt

 

Anmeldung, Teilnahmebedingungen und Hinweise

Der Tagungsbeitrag beläuft sich auf CHF 580.-. Für Studierende sowie Volontäre/innen bei Basler Behörden Gerichten und in Anwaltsbüros wird ein Beitrag von CHF 120.- erhoben. In diesem Betrag sind Tagungsunterlagen, Pausenverpflegung und Mittagessen inbegriffen. Einzahlung bitte mit der Anmeldung auf folgendes Konto: Basler Kantonalbank, 4002 Basel, zugunsten von: CH46 0077 0020 0590 4392 2, BIC BKBBCHBBXXX, Universität Basel, Ressort Finanzen, Postfach 732, 4003 Basel; Zahlungszweck 3RW1103 Strafprozessordnung 10.2.12. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Bei Abmeldungen, die später als 13. Januar 2012 erfolgen, werden CHF 200.- in Rechnung gestellt, bei Abmeldungen nach dem 27. Januar 2012 wird der volle Betrag in Rechnung gestellt. Ersatzteilnehmende sind willkommen. Dies muss der Tagungsleitung mitgeteilt werden. Über die Teilnahme an der Tagung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen unter der Tel.Nr. 061-267 25 19 jederzeit gerne zur Verfügung.

Letzte Änderung: 15.05.2012

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