Universität Basel
Juristische Fakultät

Strafprozessrecht im Übergang

Freitag, 13. November 2009, 09.00 – 16.45 Uhr

Programm / Referierende

Aktuelle Entwicklungen im Strafprozessrecht

Die vereinheitlichte Schweizerische Strafprozessordnung, die am 1. Januar 2011 in Kraft treten wird, entfaltet bereits Vorauswirkungen. Sie führt insbesondere zu einer Intensivierung der wissenschaftlichen Debatte um Grundsatzfragen des Prozessrechts und der Behördenorganisation.

Die Tagung „Recht aktuell: Strafprozessrecht im Übergang“ vom 13. November 2009 soll Praktikern die aktuellen Kernfragen näher bringen: Zur Sprache kommen die Neuregelung des Vorverfahrens, insbesondere das Verhältnis von Polizei und Staatsanwaltschaft. Sodann sollen die zum Ausgleich der Stärkung des Staatsanwalts ausgebauten Verteidigungsrechte angesprochen werden. In eine neue Phase getreten ist auch die Auseinandersetzung um die Beweisverbote und eine allfällige Fernwirkung. Der Strafbefehl, das abgekürzte Verfahren und der sogenannte „deal“ sind nun auch rechtlich anerkannte Verfahrensformen.

In Arbeitsgruppen sollen im Anschluss an die Referate brisante Fragen um die Konkretisierung des Anklageprinzips (wie können im Nachhinein „verunglückte“ Anklageschriften gerettet werden, welche Rechte hat die Verteidigung) sowie Fragen betreffend die Stellung des Gutachters und schliesslich die Bedeutung des Unmittelbarkeitsprinzips zur Sprache kommen.

Programm der Tagung von 13. November 2009

09.00 – 09.15Begrüssung und Einleitung
Prof. Dr. Kurt Seelmann
09.15 – 09.45  Wann beginnt das polizeiliche Ermittlungsverfahren?
Wann beginnt das staatsanwaltliche Untersuchungsverfahren?

Dr. Ludovica Del Giudice
09.45 – 10.15Diskussion
Diskussionsleitung Prof. Dr. Sabine Gless
10.15 – 10.45Die Praxis der „Verteidigung der ersten Stunde“
Prof. Dr. Niklaus Ruckstuhl
10.45 – 11.15Diskussion
Diskussionsleitung Prof. Dr. Mark Pieth
Pause
11.35 – 12.05Beweisverbote und Fernwirkung
Prof. Dr. Sabine Gless
12.05 – 12.35Diskussion
Diskussionsleitung Prof. Dr. Niklaus Ruckstuhl
Mittagessen
14.00 – 14.30Abgekürzte Verfahrensformen und der „Handel mit Gerechtigkeit“
Prof. Dr. Mark Pieth
14.30 – 15.00Diskussion
Diskussionsleitung Prof. Dr. Peter Albrecht
Pause
15.20 – 16.20Arbeitsgruppe 1: Praktische Probleme der Konkretisierung des Akkusationsprinzips
Prof. Dr. Martin Schubarth

Arbeitsgruppe 2: Was bleibt von der Unmittelbarkeit?
Prof. Dr. Peter Albrecht

Arbeitsgruppe 3: Gutachter als Behördengehilfen?
Prof. Dr. Niklaus Ruckstuhl
16.20 – 16.45Schlussdiskussion
Diskussionsleitung Prof. Dr. Kurt Seelmann

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Referierende

Prof. Dr. iur. Peter Albrecht

Extraordinarius für Strafrecht und Strafverfahrensrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Basel

Dr. iur. Ludovica Del Giudice

Statthalter-Stellvertreterin, Statthalteramt Arlesheim/BL (www.baselland.ch)

Prof. Dr. iur. Sabine Gless

Ordinaria für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Basel

Prof. Dr. iur. Mark Pieth

Ordinarius für Strafrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Basel

Prof. Dr. iur. Niklaus Ruckstuhl

Advokat und solothurn. Notar, Titularprofessor für Strafprozessrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Basel

Prof. Dr. iur. Martin Schubarth

Avocat-Conseil, Rusconi & Associés Lausanne, Titularprofessor der Juristischen Fakultät der Universität Basel, Alt-Bundesrichter und ehem.  Bundesgerichtspräsident (www.martinschubarth.ch)

Prof. Dr. iur. Dr. h.c. Kurt Seelmann

Ordinarius für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Juristischen Fakultät der
Universität Basel

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Letzte Änderung: 02.02.2012

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