Universität Basel
Juristische Fakultät

Tagung 2004

Neue Schwerpunkte im Strafprozess

30. Januar 2004, Auditorium Bâloise (Hotel Hilton Basel)

Der Schweizer Strafprozess ist - auch unabhängig von der "Grossbaustelle" Vereinheitlichung des eidgenössischen Strafprozessrechts - stark in Bewegung:

Zum einen ist mit einem ganz neuen Zurechnungsprinzip, der strafrechtlichen Unternehmenshaftung, das Bedürfnis nach Anpassungen im Prozessrecht entstanden. Vor allem in den Bereichen der Beschuldigtenstellung, der Vertretung des Unternehmens und des Personalbeweises besteht grosse Unsicherheit.

Zum anderen sind in verschiedenen Kantonen neue Formen abgekürzter Verfahren entstanden: Neben der Erweiterung der Strafbefehlskompetenz des Richters (und zum Teil auch des Staatsanwalts) kann manchmal explizit auf Beweisverfahren verzichtet werden. Vor allem im Kanton Baselland bestehen erstaunliche Tendenzen zu transatlantischer Rezeption ("plea bargaining").

Zwangsmassnahmen und Verteidigungsrechte gehören zu den Klassikern seit der Entstehung des reformierten Parteienprozesses. Gerade weil hier die Interessen der beteiligten Berufsgruppen am heftigsten aufeinanderprallen, findet allerdings nach wie vor eine intensive Rechtsfortentwicklung statt.

Diese Tagung ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, nicht nur für den Strafjuristen, sich à jour bringen zu lassen.

Letzte Änderung: 01.08.2006

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