Universität Basel
Juristische Fakultät

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01.09.2017

Recht aktuell BRUSH UP

"Erste Erfahrungen mit den jüngsten Familienrechtsrevisionen"

In den letzten dreieinhalb Jahren hat das Familienrecht drei bedeutende Revisionen erfahren. Am 1. Januar 2014 ist das neue Recht über die gemeinsame elterliche Sorge in Kraft getreten. Die gemeinsame elterliche Sorge wurde als Regelfall ausgestaltet, und mit den Art. 301 Abs. 1bis ZGB (Alleinentscheidungskompetenzen des betreuenden Elternteils) sowie Art. 301a ZGB (Zustimmung zum Domizilwechsel) ist unbekanntes Terrain geschaffen worden, dem die Praxis nun schrittweise Konturen verleiht. Auf den 1. Januar 2017 gelten zudem die neuen Bestimmungen zum Kindesunterhalt und zum Vorsorgeausgleich. Der Kindesunterhalt enthält neu auch den sog. Betreuungsunterhalt, wobei der Gesetzgeber dessen Bemessung der Praxis überlassen hat. Mit dem neuen Vorsorgeausgleich wurde die scheidungsbedingte Teilung der Vorsorgeguthaben flexibilisiert und neu auch die Teilung in Fällen ermöglicht, in welchen der Vorsorgefall bereits eingetreten ist.

An dieser Veranstaltung sollen einerseits eine Rechtsprechungs-Bilanz hinsichtlich der Neuregelungen zur gemeinsamen elterlichen Sorge gezogen und andererseits erste, in der Praxis aufgetauchte Tendenzen und Problemfelder beim Betreuungsunterhalt und Vorsorgeausgleich aufgezeigt werden. Dabei werden auch die verfahrensrechtlichen Probleme beleuchtet. Ausgewiesene Experten aus der Wissenschaft und Praxis konnten als Referenten gewonnen werden. Mit ihren Vorträgen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein fokussierter Überblick über die ersten Entwicklungen der jüngsten Familienrechtsrevisionen verschafft.

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Kategorie: Veranstaltungen