Universität Basel
Juristische Fakultät

Forschungsschwerpunkte

Nachstehend sind die Forschungsschwerpunkte der Professuren nach Fachbereichen geordnet aufgelistet.

Fachbereich Privatrecht  /  Fachbereich öffentliches Recht  /  Fachbereich Strafrecht

Fächerübergreifender Forschungsschwerpunkt der Juristischen Fakultät ist das Recht der Life-Sciences.

   

Fachbereich Privatrecht

Im Bereich des ZGB befassen sich die Forschungen von Roland Fankhauser hauptsächlich mit Problemen des Familien- und Erbrechts, hinzu kommen damit zusammenhängende zivil-prozessuale, praxisorientierte und kollisionsrechtliche Fragestellungen. Er arbeitet an verschiedenen Kommentaren zum Scheidungsrecht, zum Partnerschaftsgesetz und Erbrecht mit und konzentriert sich derzeit auf eine Untersuchung des Ehegattenerbrechts unter Einschluss rechtstatsächlicher und rechtsvergleichender Überlegungen.

Die Forschungsschwerpunkte von Lukas Handschin liegen im Gesellschaftsrecht sowie im Rechnungslegungs- und Handelsrecht. Zurzeit bearbeitet er den Zürcher Kommentar zum Recht der einfachen Gesellschaft, Kollektivgesellschaft und Kommanditgesellschaft und den Band „Rechnungslegungs- und Revisionsrecht“ der Reihe „Schweizer Privatrecht“.

Peter Jung forscht namentlich im Bereich des schweizerischen und europäischen Gesellschaftsrechts (Kommentierungen in schweizerischen und deutschen Kommentaren, Lehrbücher zum deutschen Handels- und Gesellschaftsrecht) sowie des nationalen und internationalen Wirtschaftsrechts (Mitherausgeber SHK-UWG; Kommentierungen im Bereich des deutschen und europäischen Finanzdienstleistungsrechts; Mitherausgeber der Zeitschrift für Gemeinschaftsprivatrecht). Ein weiteres Interesse gilt dem französischen Privatrecht (Beteiligung an diversen Forschungskooperationen).

Die Forschungsschwerpunkte von Ingeborg Schwenzer liegen im Familienrecht (sämtliche Bereiche des Familienrechts aus rechtsvergleichender, interdisziplinärer und praxisbezogener Sicht; Herausgeberin der Zeitschrift FamPra.ch, der Reihe Kommentare zum Familienrecht (FamKomm) sowie Beteiligung an weiteren Kommentaren; Autorin des Model Family Code; Mitgliedschaft in der Commission on European Family Law), im Obligationenrecht (sämtliche Bereiche des OR AT aus nationaler und rechtsvergleichender Sicht), im Internationalen Handelsrecht (Herausgabe des CISG-Kommentars sowie des Case Books zum CISG; Mitgliedschaft im CISG-Advisory Council) sowie in der Rechtsvergleichung.

Die Forschungsschwerpunkte von Jean-Fritz Stöckli liegen im Einzelarbeitsvertragsrecht (Kommentierung von OR 319 ff. im Berner Kommentar) sowie im Gesamtarbeitsvertragsrecht und im Streikrecht.

Die Forschungsschwerpunkte von Thomas Sutter-Somm liegen in den Bereichen des schweizerischen Zivilgesetzbuches (insbesondere im Familien-, Erb- und Sachenrecht; u.A. Neubearbeitung des Zürcher Kommentars zum Erbrecht, erster Teilband; Neubearbeitung des Schweiz. Privatrechts, Bd. V/1 zum Eigentum und Besitz sowie Herausgabe aller Teilbände zum Sachenrecht) und des schweizerischen Zivilprozessrechts (u.A. Herausgeber und Mitautor einer Kommentierung zur neuen schweizerischen Zivilprozessordnung).

Die Forschungsschwerpunkte von Corinne Widmer Lüchinger liegen im Obligationenrecht, namentlich im Haftpflichtrecht (mehrjähriger Lehrauftrag an der Universität St. Gallen), ferner in der Rechtsvergleichung (insbesondere angloamerikanisches Vertrags- und Haftpflichtrecht), im internationalen Privatrecht und im internationalen Handelsrecht (CISG). Ein weiteres Interesse gilt dem Medizinrecht (Arztrecht). Zurzeit bearbeitet sie den Zürcher Kommentar zum Recht der Bedingungen, des Haft- und Reugelds und der Konventionalstrafen (Art. 151-163 OR).

Die Forschungsschwerpunkte von Michelle Cottier liegen in den Bereichen des Zivilgesetzbuches, der Rechtsvergleichung, der Rechtssoziologie und der Legal Gender Studies. Zurzeit arbeitet sie hauptsächlich an einem Projekt zur Bedeutung des Wandels der Familienformen für das Erbrecht aus rechtsvergleichender und rechtssoziologischer Sicht. Daneben ist sie an Kommentaren zum Zivilgesetzbuch und zum neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht beteiligt und ist Mitautorin einer kommentierten Quellensammlung zur Einführung in die Legal Gender Studies.

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Fachbereich öffentliches Recht

Forschungsgegenstand von Urs Behnisch ist das gesamte nationale und internationale Steuerrecht der Schweiz unter Einschluss des interkantonalen Doppelbesteuerungsrechts. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Unternehmungssteuerrecht sowie in den Wechselbeziehungen von Zivil- und Steuerrecht.

Die Forschungsschwerpunkte von Stephan Breitenmoser liegen in der europäischen Integrationsforschung (Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Europäisches Wirtschaftsrecht, sektorielle Verträge zwischen der Schweiz und der EG/EU, regionale grenz-überschreitende Zusammenarbeit), im Europäischen Grund- und Menschenrechtsschutz (EMRK, EU-Grundrechtecharta, Europäischer Minderheitenschutz) sowie in der internationalen Amts- und Rechtshilfe in Straf-, Zivil- und Verwaltungssachen, unter Einschluss des Schengener Rechts.

Die Behandlung von staatsrechtlichen, rechtsgeschichtlichen und rechtsphilosophischen Fragestellungen, insbesondere aus dem Bereich der Grund- und Menschenrechte gehören zu den Hauptforschungstätigkeiten von Felix Hafner. Ebenso forscht Herr Felix Hafner im Bereich von Fragestellungen im Zusammenhang mit Staatsaufgaben, Staatszielen und öffentlichen Interessen. Schliesslich umfasst seine Forschungstätigkeit auch verwaltungs- und religionsrechtliche Fragestellungen sowie Fragestellungen aus dem Bereich des Wissenschafts- und des Universitätsrechts.

Krista Nadakavukaren Schefer's main area of research is international economic law, with a focus on the law of the World Trade Organization and international investment law. Holding a Swiss National Foundation professorship, Ms. Nadakavukaren Schefer is currently leading a research project that combines her core areas of research with general international law. The project identifies and analyzes positive duties of states and non-state actors to protect humans and the environment.

Der Forschungsschwerpunkt von Krista Nadakavukaren Schefer liegt im Wirtschaftsvölkerrecht, insbesonders im internationalen Handelsrecht der Welthandelsorganisation (WTO) und im internationalen Investitionsrecht. Als SNF Förderprofessorin forscht Frau Nadakavukaren aber auch in verschiedenen Gebieten des allgemeinen Völkerrechts. Dort werden die positiven Verpflichtungen von Staaten und nicht-staatlichen Akteuren, Menschen und Umwelt zu schützen, gesucht und analysiert.

Anne Peters forscht in den Bereichen Völkerrecht, Völkerrechtstheorie, europäisches Gemeinschaftsrecht, internationaler und europäischer Menschenrechtsschutz, allgemeine Staatslehre, Verfassungsrecht, Verfassungstheorie sowie Verfassungsrechtsvergleichung. Insbesondere forscht sie zur Konstitutionalisierung des Völkerrechts im Rahmen des Individual Project No.1 "Global Constitutionalism and Multilayered Governance" im NCCR "International Trade Law - Globalisation and Coherence", zu Soft Law und Selbstregulierung im Rahmen von "New Modes of Governance (NEWGOV) - Integrated Project 6th FP EU Commission" sowie zu Diskriminierungsschutz, Affirmative Action und genderbezogenen Ansätzen in den oben genannten Rechtsgebieten.

Die möglichen Entschädigungsfolgen staatlichen Handelns, besonders im Bereich der Raumordnung und des Umweltrechts, bilden einen Schwerpunkt der Forschung von Enrico Riva. Ein zweiter Schwerpunkt liegt beim Denkmalpflegerecht. Daneben befasst sich Enrico Riva mit allgemeinen Fragestellungen aus dem Verwaltungsrecht.

Markus Schefer befasst sich in seiner Forschung überwiegend mit den Grundrechten auf nationaler und internationaler Ebene, dem Verfassungsrecht allgemein, dem vergleichenden Verfassungsrecht, der Verfassungstheorie, dem Verwaltungsrecht sowie der juristischen Methodenlehre. Im Zentrum seiner Forschung steht gegenwärtig eine umfassende Darstellung des Grundrechtsschutzes in der Schweiz (unter Einbezug des europäischen und internationalen Schutzes), das Verbot der Diskriminierung Behinderter und der pränatale Grundrechtsschutz.

Die Forschungsschwerpunkte von Daniela Thurnherr liegen im Staats- und Verwaltungsrecht, im Öffentlichen Prozessrecht sowie im schweizerischen und internationalen Umweltrecht. Derzeit konzentriert sie sich auf eine rechtsvergleichende Untersuchung zum Grundrechtsschutz im Verwaltungsverfahren. Daneben ist sie als Mitautorin an einer umfassenden Darstellung des Öffentlichen Prozessrechts des Bundes beteiligt.

Das Forschungsgebiet von Christa Tobler liegt im Bereich der europäischen Integration (EU-Recht sowie sektorielle Verträge zwischen der Schweiz und der EU), mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem  Recht der Gleichstellung bzw. der Diskriminierung als  Querschnittmaterie sowohl im Wirtschaftsrecht wie auch im Sozialrecht.

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Fachbereich Strafrecht

Der Forschungsschwerpunkt von Sabine Gless liegt im internationalen Strafrecht, mit besonderem Interesse am europäischen Strafrecht, Rechtshilferecht und Strafrechtsvergleich (speziell: strafprozessuales Beweisverfahren). In den letzten Jahren standen Probleme des Internetstrafrechts, der Rechte des Betroffenen in einem international arbeitsteiligen Strafverfahren sowie Fragestellungen der Wechselwirkung zwischen internationalen Vorgaben und nationalem Strafrecht bzw. Strafverfahrensrecht im Mittelpunkt, etwa im materiellen Recht die europaweite Harmonisierung der Strafbarkeit von Unternehmen und der Bestrafung von Geldwäscherei oder im Strafprozess das Phänomen der Zentralisierung und Vereinheitlichung der Strafverfolgung auf übergeordneter Ebene.

Mark Pieth hat sich in den letzten 10 Jahren auf verschiedene Themen im Bereich der Makrokriminalität spezialisiert (insbesondere Wirtschaftskriminalität, Geldwäscherei, organisiertes Verbrechen, Korruption, strafrechtliche Haftung der juristischen Person und Terrorismus). Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Mark Pieth beteiligt sich sowohl an der wissenschaftlichen Diskussion um die internationale Rechtsvereinheitlichung, die Rechtshilfe, wie auch um die nationale Umsetzung. Die Forschungsgruppe arbeitet auch im praktischen Bereich, im Rahmen von internationalen Organisationen, in der Gesetzgebung sowie zusammen mit dem „Basel Institute on Governance“ an der Umsetzung und der Reflexion von Regulierungsmodellen. Die Forschungsgruppe intensiviert zudem ihre Arbeiten im Bereich Eidgenössische Strafprozessordnung mit dem Ziel einer kritischen Kommentierung.

Für Kurt Seelmann liegen die Forschungsschwerpunkte im Strafrecht bei Fragen der individuellen und kollektiven Zurechnung von Verantwortung. Im Bereich der Rechtsphilosophie interessiert als Forschungsgegenstand insbesondere der Begriff der Menschenwürde im Recht, und zwar sowohl in der historischen Dimension der Herausarbeitung des Würdebegriffs seit dem Mittelalter und der Verrechtlichung dieses Begriffs als auch in seiner heutigen systematischen Bedeutung. Schliesslich ist ein Forschungsschwerpunkt im Bereich des Medizinrechts der Bereich der Einwilligungssurrogate im Fall einwilligungsunfähiger Patienten und Probanden.

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Letzte Änderung: 18.05.2011

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