27 Jan 2022 - 28 Jan 2022
09:00  - 15:00

Workshop: Fortpflanzungsmedizin für alle?

Anlässlich zunehmender Diskussionen auf politischer und rechtswissenschaftlicher Ebene rund um eine Anpassung des FMedG, findet am 27. und 28. Januar 2022 in der Juristischen Fakultät der Universität Basel ein Arbeitstreffen statt. Der Workshop gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil geht der Frage nach, ob an den im geltenden FMedG verankerten Zugangsbeschränkungen zur Fortpflanzungsmedizin wie etwa der Beschränkung auf verschieden geschlechtliche Paare festgehalten werden soll oder ob es gute Gründe dafür gibt, diese Beschränkungen aufzuheben und einen Zugang zur Fortpflanzungsmedizin für alle, also auch für gleichgeschlechtliche Paare oder alleinstehende Personen, zu ermöglichen.

Der zweite Teil des Workshops widmet sich der Frage nach der Legitimation zahlreicher strafbewehrter Verbote von speziellen Reproduktionsverfahren wie etwa der Eizellenspende oder der Leihmutterschaft. Mit den neuen Möglichkeiten der Genom Editierung durch die sogenannte Genschere CRISPR gerät auch das absolute Verbot der Keimbahntherapie unter Legitimationsdruck. Dabei gilt es zu untersuchen, wen oder was diese Verbote schützen und ob diese Schutzinteressen Eingriffe in die reproduktive Autonomie zu rechtfertigen vermögen.

Diese und weitere Themen werden im Rahmen des Workshops am 27. und 28. Januar 2022 aufgegriffen und kritisch analysiert. Unter der akademischen Leitung von Prof. Dr. Bijan Fateh-Moghadam und Dr. iur. et dipl. biol. Matthias Till Bürgin in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Human Reproduction Reloaded“ der Universität Zürich (Direktorin: Prof. Dr. Dr. h.c. Andrea Büchler) werden Eckpunkte eines modernisierten FMedG erörtert und dem interessierten Fachpublikum präsentiert.

Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm folgen in Kürze.


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