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06 Jun 2019
09:15

Prof. Dr. Sabine Gless und Prof. Dr. Kurt Pärli.
Juristische Fakultät der Universität Basel, WWZ Auditorium.

Law & Robots Workshop 2019: "Alles App – healthy, happy, haltbar? Chancen, Risiken, Nebenwirkungen von Mobile Health aus Sicht des Rechts"

Digitale Lifestyle-, Wellness- und neu auch Medizinprodukte versprechen durch Messung und Auswertung von Daten ein optimales Monitoring des eignen Körpers. Die neuen Apps reichen von Diabeteskontrolle über Herzfrequenzkontrolle bis zum ‘HappyMeter’, das anbietet, individuelles Glück besser zu vermessen als man es selbst fühlen kann.

Neue Mobile Health Apps eröffnen Chancen für aussichtsreiche Innovationen und eine bessere Gesundheitsvorsorge, gerade für chronisch Kranke – und das nicht nur in hochentwickelten In-dustrieländern, sondern auch in Entwicklungsländern: Denn rasante Fortschritte der Technologie ermöglichen medizinische Überwachung, selbst wenn ärztliche Versorgung fehlt. Doch der Fort-schritt bedeutet auch eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht. Patienten müssen einen verant-wortlichen Umgang mit den smarten Angeboten bewältigen. Aus rechtlicher Sicht stellen sich Fra-gen des Zugriffs, der Verwertung und des adäquaten Schutzes vor missbräuchlicher Verwendung der Daten. Neben Betroffenen, Ärzteschaft und Pflegekräften haben auch Versicherungen und Arbeitgeber, vielleicht sogar Strafverfolgungsbehörden, ein Interesse an Informationen, welche Mobile Health Apps generieren. Dies führt indes zu heiklen Problemen. Wie wird Transparenz gewährleistet? Wo sind die Schranken der Überwachung? Und wie steht es um die Zulässigkeit der Generierung und Verwertung solcher Daten aus grund- und persönlichkeitsrechtlicher Sicht? Aus gesellschaftlicher und individueller Perspektive stellen sich so ganz grundsätzliche (Rechts)Fragen nach Grenzen einer maschinellen Vermessung des Menschen.

Die Tagung widmet sich primär der rechtlichen Bedeutung dieser neuen Technologien – von Grundsatzüberlegung bis hin zu speziellen daten-, versicherungs- und arbeitsrechtlichen Fragen. Die Künstler Stefanie Grob & Gerhard Meister fangen mit einer Spokenword-Darbietung die fundamentale Dimension der Mensch- Maschine-Interaktion ein, die auch Gegenstand der abschliessenden Podiumsdiskussion sein wird.

Weitere Informationen zum Programm und Ablauf des Workshops entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.


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