Universität Basel
Juristische Fakultät

Medizinethik und Medizinrecht - Prof. Dr. iur. Dr. h.c. Kurt Seelmann

An der Juristischen Fakultät werden medizinrechtliche Fragen an verschiedenen Lehrstühlen behandelt. Darüber hinaus sind auch zwei Projekte aus dem Nationalen Forschungsprogramm 46 ("Implantate - Transplantate") an der Fakultät angesiedelt, die inzwischen zum Abschluss gelangt sind (Sept. 2005).

Projekt: Transplantationsmedizin

Projekt: Stammzellen aus Nabelschnurblut

1. Projekt: Rechtsethik und ethische Fragen der Transplantationsmedizin

Implantate und Transplantate können Leben retten und erhalten, sowie die Lebensqualität verbessern. Durch die Zusammenarbeit von Grundlagenforschung, klinischer Applikation und industrieller Entwicklung sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht worden; viele Fragen müssen aber noch geklärt werden. Das Nationale Forschungsprogramm "Implantate / Transplantate" unterstützt daher viele Projekte der medizinisch-biologischen Forschung.
Gleichzeitig stellen sich bei solchen Therapien aber komplexe ethische, juristische, ökonomische und soziale Grundsatzfragen. Von diesen werden einige mit interdisziplinärem Ansatz an der juristischen Fakultät untersucht. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ex mortuo-Spenden, insb. Status von Hirntoten
  • Lebendspenden, insb. Kreuzspende zwischen nicht verwandten Paaren
  • Organallokation
  • Xenotransplantation

2. Projekt: Rechtsethische Fragen der Entnahme und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut

Aus Nabelschnüren und Plazenten können blutbildende Stammzellen gewonnen werden, die anstatt von Knochenmarkspenden transplantiert werden können. Diese relativ neue Heilmethode, für die ein spezialisiertes Ex- und Transplantationszentrum an der Basler Universitätsklinik besteht, wirft zahlreiche ethische und rechtliche Fragen auf

  • Rechtsnatur von Nabelschnüren und Plazenten nach vollständiger Abnabelung
  • Einwilligungserfordernisse und -voraussetzungen der Stammzellspende
  • Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem "banking" von Blut, insbesondere Datenschutz

Informationen über beide Forschungsprogramme und die daran Beteiligten unter www.nfp46.ch.

Letzte Änderung: 26.06.2006
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